Die Beschäftigung im Wiki empfinde ich jetzt anders als bisher. Beim Hessetext war es zwar schon ähnlich, und am Ende wurde es zu einem Erfolgserlebnis. Ich habe die Richtung dann aber nicht weiter verfolgt, und auch nicht geglaubt, daß es nochmal so produktiv werden kann. Zwischendurch habe ich wieder vergessen, was es bedeutet und was es bringt, sich mit etwas aktiv auseinanderzusetzen.
Bei Wilhelm Meister schreibe ich gerade ziemlich ins Blaue hinein, was ich herausgelesen habe. Es ist ein riesiges Thema. Ich kann endlos dazu im Internet nachsuchen. Aber das nützt fast gar nichts, ist mir jetzt aufgefallen. Denn was letztendlich für das Thema verwertbar ist, sind meistens nur ein paar kleine Randpunkte und Fakten, und das war es schon. Das Allermeiste lenkt mich nur ab, denn alle anderen Ansichten führen mich weg. Was ich bisher wieder gelöscht habe, konnte ich auf die Meinungen von anderen zurückführen. In der Umgebung ist dann in meinem Text irgendetwas faul und am Ende muß alles in dem Zusammenhang wieder raus, weil es eigentlich gar nichts nützt und auch nicht von mir ist. Das sind solche Dinge, die in literarischen Arbeiten an der Uni abgehandelt werden.
Es bleibt also nur übrig, was aus meinen eigenen Eindrücken stammt und nur darum geht es ja auch seit Anfang an. Ich mußte also erst diese Umwege gehen und dann wieder zurückkommen, ohne einen Schritt weiter zu sein. Aber danach ist es mir ein wenig klarer.
Den Text aus dem Ideenmagazin kenne ich nicht. Der kleine Ausschnitt hat schon gereicht, um zu bemerken, daß dort noch um Welten feiner und besser beobachtet wurde. Dagegegen ist mein Text grob und stümperhaft, aber ich nehme es als Ansporn.
Wenn ich mich genauer damit beschäftige geht es wirklich in die Details und die Zeit verfliegt sehr schnell, dabei hatte ich noch viel mehr vor. Am Ende komme ich nur ganz langsam voran, und was von der Beschäftigung übrigbleibt, ist eigentlich nur die Spitze vom Eisberg, die Hin und Hers sieht man alle nicht. Der Aufwand und die Wirkungen sind viel größer als es scheint. Das weiß man aber nur, wenn man selbst etwas schreibt.
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