Ich sitze in einem Auto mit F., meinem Chef aus der Gärtnerei und seiner Frau. Es ist ein alter amerikanischer Geländewagen ohne Dach und mit harter Federung. Er fährt zunehmend schneller durch eine amerikanische Wüstenlandschaft. Die Piste ist nicht mehr geteert und wird immer buckliger. Ich habe Angst, daß er die Kontrolle über den Wagen verliert und wir uns überschlagen. Ich kann nichts dagegen tun, daß einige Bilder von möglichen Unfallgeschehen in meiner Vorstellung ablaufen. Ich will nicht auf diese Bilder starren, sondern etwas unternehmen, statt nur ruhig und wie gefangen dazusitzen.
Eigenartigerweise sitze ich vorne und muß mich zu ihm umdrehen, um etwas zu sagen. Dabei bemerke ich, daß F. in einem eigenartigen, wahnartigen Zustand ist und offensichtlich geistig nicht ganz da. Ich versuche etwas zu sagen, aber es ist sehr mühsam und es kommt zuerst nichts heraus. Irgendwann schaffe ich es mit Anstrengung doch und sage irgendetwas wie „Papa, … langsamer…“. Ich wundere mich über das Wort Papa, und es ist mir auch kurz peinlich – dann will ich wissen, was das bedeutet, aber darüber nachdenken geht jetzt nicht. Ohne weiter etwas mit Worten zu probieren, fasse ich ihm ins Lenkrad und strenge mich an, den Wagen zum Stehen zu bringen, indem ich versuche, langsam die Handbremse zu ziehen und den Zündschlüssel auf Aus zu drehen. Es ist ziemlich schwierig mit dem Rütteln des Wagens und F.s Gegenwehr. Es ist nicht klar, ob es gelingt oder ob es dadurch besser wird.
Deutung: F. hat die Führung und steht für die Arbeit als Gärtner und die Kraft, die mich dorthin zieht. Das bringt mich sehr schnell irgendwohin, aber ich habe keine Kontrolle darüber. Das macht mir Angst. Ich versuche zu bremsen.
Es steckt auch noch etwas anderes darin, das mit Emanzipation zu tun hat. Ich gehe gegen die Autorität, den „Vater“, an und will selbst die Geschicke lenken (Unabhängigkeit).
Näherliegende Zusammenhänge sind meine tatsächliche Angst beim Autofahren und bei den Fahrgewohnheiten meines Chefs.
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