Grundunzufriedenheit

Ich weiß nicht, was da genau ist. Immer ein bestimmter Punkt von Widerwille, von unerfüllter Erwartung, von dunkler Negativität und Ablehnung dessen, was ich erlebe und das nicht einem Ideal entspricht. Dabei kann ich das nicht einmal genau in Worte fassen. Es ist, als müßte mir die Welt irgendetwas bieten. So als hätte ich irgendetwas verdient oder würde völlig zu Recht auf die Einlösung irgendeines Glücks warten, das mir auf dem Teller serviert werden soll. Es ist wie die Vorstellung, ich sei der Prinz und alles andere wäre nur dazu da, mir die feinsinnigen Wünsche von den Lippen abzulesen. 
Es ist wie eine Krankheit, diese Idealvorstellungswelt und das selbsterzeugte Leiden durch die Diskrepanz zur Wahrnehmung. Genau genommen nehme ich ja nicht einmal wahr wie es ist. Ich schmeiße innerlich richtiggehend mit Dreck um mich und nach außen bastle ich mir ein Bild zusammen vom reinen Marco, der ständig unter den äußeren Umständen und den Äußerungen und den Leben anderer zu leiden hätte, die nicht der völlig beliebig zusammengereimten Vorstellung von Reinheit genügen. Irgendetwas paßt nicht, aber ich finde den genauen, auslösenden Kern, an dem es sich festmacht, nicht.
Sie Situation war: Meine Schwester besuchte mich und wir machten einen Spaziergang. Die Umgebung war wunderschön, die Sonne schien und nichts ließ etwas zu wünschen übrig. Und doch spüre ich eine bestimmte Verhärtung, die ich weder lokalisieren noch loslassen kann. Es hatte nichts mit ihr zu tun und auch nichts mit den Erlebnissen – das Ganze lief so problemlos und entspannt ab, daß ich mich selbst wunderte beim Zusehen. Es war ganz klar ein Teil von mir, der krampfhaft und gewohnheitsmäßig irgendein Problem erzeugte. Etwas, das mir tief unten alle Kraft raubt und mich resignieren läßt, auf welcher Basis und mit welchem Berechtigung eigentlich?
Es hat etwas mit mir zu tun und meinem grundsätzlichen Verständnis und Ansicht vom Leben. Irgendetwas ist da sehr unklar und verdreht. Es ist eine Grundunzufriedenheit, deren Wurzel ich noch nicht ausmachen kann. Ich kann nur sagen, daß sie völlig unberechtigt und hinderlich ist.

Ich weiß nicht, was da genau ist. Immer ein bestimmter Punkt von Widerwille, von unerfüllter Erwartung, von dunkler Negativität und Ablehnung dessen, was ich erlebe und das nicht einem Ideal entspricht. Dabei kann ich das nicht einmal genau in Worte fassen. Es ist, als müßte mir die Welt irgendetwas bieten. So als hätte ich irgendetwas verdient oder würde völlig zu Recht auf die Einlösung irgendeines Glücks warten, das mir auf dem Teller serviert werden soll. Es ist wie die Vorstellung, ich sei der Prinz und alles andere wäre nur dazu da, mir die feinsinnigen Wünsche von den Lippen abzulesen. 

Es ist wie eine Krankheit, diese Idealvorstellungswelt und das selbsterzeugte Leiden durch die Diskrepanz zur Wahrnehmung. Genau genommen nehme ich ja nicht einmal wahr wie es ist. Ich schmeiße innerlich richtiggehend mit Dreck um mich und nach außen bastle ich mir ein Bild zusammen vom reinen Marco, der ständig unter den äußeren Umständen und den Äußerungen und den Leben anderer zu leiden hätte, die nicht der völlig beliebig zusammengereimten Vorstellung von Reinheit genügen. Irgendetwas paßt nicht, aber ich finde den genauen, auslösenden Kern, an dem es sich festmacht, nicht.

Sie Situation war: Meine Schwester besuchte mich und wir machten einen Spaziergang. Die Umgebung war wunderschön, die Sonne schien und nichts ließ etwas zu wünschen übrig. Und doch spüre ich eine bestimmte Verhärtung, die ich weder lokalisieren noch loslassen kann. Es hatte nichts mit ihr zu tun und auch nichts mit den Erlebnissen – das Ganze lief so problemlos und entspannt ab, daß ich mich selbst über die innere Ruhe bei mir wunderte. Es war ganz klar ein Teil von mir, der krampfhaft und gewohnheitsmäßig irgendein Problem erzeugte. Etwas, das mir tief unten alle Kraft raubt und mich resignieren läßt – aber auf welcher Basis und mit welcher Berechtigung eigentlich?

Es hat etwas mit mir zu tun und meinem grundsätzlichen Verständnis und Ansicht vom Leben. Irgendetwas ist da sehr unklar und verdreht. Es ist eine Grundunzufriedenheit, deren Wurzel ich noch nicht ausmachen kann. Ich kann nur sagen, daß das völlig unberechtigt, anmaßend, blockierend und hinderlich ist.

3 Antworten zu „Grundunzufriedenheit“


  1. 1 Matthias Lechner 3. Mai, 2009 um 21:28

    Hey Marco

    Dein beschriebenes Gefühl ist [denke ich] weit verbreitet. Meiner Ansicht nacht, macht sich das immer an ganz bestimmten Dingen fest. Wenn ich mich so ähnlich fühle wie du (also in einer ähnlichen Situation), liegt das meistens an gewissen Grunddingen- Der Angst iwas nicht zu erreichen, der Angst etwas nicht richtig zu machen, oder aber evtl. auch Momente, in denen man sich trotz der Gesellschaft Anderer dennoch allein fühlt. Das Dilemma ist, dass die Leute die uns in den entsprechenden Situationen umgeben uns gar nicht unmittelbar helfen können ABER mir hilft es schon, wenn ich trotzdem drüber rede bzw. in meinem Fall verarbeite ich das Erlebte auch gelegentlich in Songtexten (das machen denke ich viele Musiker so :)). In jedem Fall solltest du es nicht in dir hochkochen lassen, denn das wird dir auf Dauer gar nicht helfen ;). In deinem Blog darüber zu posten finde ich eig. auch schon sehr gut.

    Viele Grüße

    Matze

  2. 2 Marco 3. Mai, 2009 um 21:55

    Das Darüber-Reden hat damit zu tun, es sich selbst klarmachen zu wollen. Der andere ist dabei eigentlich gar kein Adressat. Problematisch für einen selbst wird die Konstellation, wenn dann dieser andere aus Hilflosigkeit seinen Senf/Einfluß dazugibt in Form irgendwelcher beschwichtigender Antworten („Nimm das nicht so ernst / sei nicht so grüblerisch / Genieß das Leben“ etc.), wobei er in Wirklichkeit ebenso verloren ist in Hinsicht auf sich selbst, das aber nicht zugibt. Ich kann und will so etwas schon lange nicht mehr. Wenn ich schreibe, dann schon, um mir selbst anzusehen, was gerade bei mir abläuft, und um Einflüsse von Menschen zuzulassen, die sich in diesem Bereich (Sich-Selbst-Kennenlernen/Selbst-Erkenntnis) auskennen (s. Phönix-Schule). Das Schreiben hat auch nichts mit Verarbeiten zu tun. Es geht eigentlich sogar in Richtung Hochkochen, wenn ich richtig verstehe, was Du damit meinst.

  3. 3 Matthias Lechner 4. Mai, 2009 um 1:21

    Okay. Leider ist es wirklich viel zu oft so, dass Leute auch gar nicht wirklich zuhören oder ehrliche Aussagen machen. (BLABLA usw.) Allerdings kenn ich mich dann auch selber zu wenig aus, um einen (wirklich) wertvollen Tip geben zu können.

    Ist natürlich nur schwierig wenn du den kochenden Kessel nicht mehr vom Herd nehmen kannst ;)

    Deinen Beitrag fand ich (auch wenn ich keine Lösung präsentieren kann) sehr interessant bzw. hat er mich zum Nachdenken angeregt.

    Wünsche Dir Alles Gute in Zukunft, wie auch immer die Dinge kommen mögen.

    VLg

    Matze


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