Archiv für 13. Mai 2008

Undefinierbares Leiden

Heute morgen wieder Übelkeit und kein Laufen. Auf dem Weg in die Arbeit habe ich mich eigentlich gut gefühlt. Dort wurden dann die Augenzuckungen zeitweise wieder unangenehm und störend. Ich schloß immer wieder die Augen deswegen und merkte erst dadurch eine ausgeprägte Müdigkeit, in der ich ein paar Mal sogar für Sekunden einnickte. Ich schleppte mich nur abschnittweise wach über den Tag. Teilweise kam die Übelkeit auch wieder zurück und ein allgemeines Gefühl des Erbrechens und als würde ich mich von innen nach außen kehren wollen, wo in mir alles trocken und leer ist – bloß nichts mehr hineinstecken in diesen Körper. Das schwelte schon in den letzten Tagen und ich habe deswegen auch schon weniger gegessen. Das fiel mir jetzt erst auf, und es ging mir bis heute eigentlich gut damit.
Zwischendrin hielt ich an, statt mich nur darin zu ergehen, und fragte mich, ob ich mir das nicht alles nur einbilde und mich in etwas hineinsteigerte. Ich versuchte mich aufzuraffen und zusammenzureißen – nur daß das nicht mehr funktionierte. Ich kann mich nicht mehr „motivieren“ oder sonstige Tricks anwenden – es klappt nicht mehr.

Ich ging dann heute nachmittag früher nach Hause, denn es hatte ab einem Punkt wirklich keinen Sinn mehr. Die S-Bahn fuhr direkt vor mir davon und ich saß die nächsten 25 Minuten regungslos auf dem Bahnsteig, dämmernd, aber ohne zu schlafen. Ich wollte nichts mehr anderes, nur noch mich nicht mehr bewegen müssen. Daheim angekommen ging ich gleich ins Bett – doch ich konnte trotz großer Erwartung nicht schlafen. Ich wälzte mich lange in Halbschlafzuständen und merkte jetzt erst nach dem Aufstehen, daß ich drei Stunden gelegen hatte. Leichte Kopfschmerzen tauchten noch auf. Erst jetzt nach dem Sonnenuntergang geht es mir zunehmend besser. Als würden mit der Sonne tausend überhitzte Energien verschwinden (die fielen mir heute auch besonders unangenehm bei anderen auf – als würde die Sonne alle Verwirrungen in mir und anderen noch stärker befeuern). Ich sehne mich nach der Nacht.